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ERP in zwei Welten:
Elektroanlagenbauer nutzt ERP-System in den Bereichen Handel und Dienstleistung
Ing. Emmerich Csernohorszky GmbHDownload Anwenderbericht als pdf (366 KB)

In Wien sind die Traditionen noch lebendig. Hier spürt man noch den Geist der guten alten Zeit. Die österreichische Metropole bietet Kunst, Kultur und gut erhaltene Architektur aus drei Jahrhunderten. Wien ist aber auch das Zentrum der österreichischen Politik und Wirtschaft. Dass auch in der Wirtschaft Tradition und Moderne Hand in Hand gehen können, zeigt die Ing. Emmerich Csernohorszky GmbH. Das Unternehmen wurde 1911 als Elektromaschinen- bau und Motorenwicklerei gegründet. Die Traditionen der Vergangenheit sind teilweise auch heute noch lebendig: Die Firma ist berechtigt das Bundeswappen zu führen, eine Auszeichnung, die der der früheren Hoflieferanten ähnelt.
In guter Tradition leitet Thomas Csernohorszky bereits in dritter Generation seit 1967 die Geschicke der Firma. Heute zählt das Unternehmen zu den führenden Dienstleistern im Bereich elektrischer Anlagen. Zu seinen Geschäftsbereichen zählen Elektroprojekte, Elektroinstallationen, Schalt- und Steuerungsanlagen, Straßenbeleuchtungen, EDV- und Telefonnetzwerke, Störungsdienst sowie der Elektrogroßhandel. Der Mittelständler beschäftigt heute rund 310 Mitarbeiter und hat seinen Hauptsitz in einem modernen Firmengebäude am Rande Wiens.
Der Wettbewerb ist in den vergangenen Jahren sehr hart geworden, da hilft die Tradition eines alteingesessenen Unternehmens wenig. Was zählt, sind scharf kalkulierte Preise, verlässliche Lieferzeiten und gute Arbeit, beschreibt Csernohorszky die Situation auf dem österreichischen Markt. Eine verlässliche Kalkulation hat maßgeblichen Anteil am Unternehmenserfolg. Wenn man mit hauchdünnen Margen rechnen muss, dann sind verlässliche Daten aus den unterschiedlichen Unternehmensbereichen wichtig. Der Einsatz eines modernen ERP-Systems war für uns daher unumgänglich, betont Csernohorszky.
Ende eines alten Systems
Bis vor rund einem Jahr war eine betriebswirtschaftliche Software des Herstellers Bull aus dem Jahre 1985 im Einsatz. Trotz vieler individueller Anpassungen war das Ablösen dieses Systems unumgänglich. Da ich die Software inzwischen in- und auswendig kannte, war zwar vieles machbar, aber sie war einfach veraltet. Den kaufmännischen Ansprüchen genügte sie nicht mehr, erklärt IT-Leiter Peter Friedl, der seit vielen Jahren für diesen Bereich zuständig ist. Auch heute selbstverständliche Funktionalitäten wie das Faxen von Bestellungen aus der Software heraus waren nur über Umwege möglich.
Bereits Anfang des Jahres 2001 sondierten die Wiener den ERP-Markt, um die besten Anbieter für ihre Belange herauszufiltern. Großen Wert legte man auf Investitionssicherheit, denn man bindet sich mit der Einführung eines ERP-Systems für lange Zeit an einen Partner und muss sich mit ihm arrangieren. Dies bedeutet für beide Seiten ein Geben und Nehmen. Das neue System sollte selbstverständlich auch die Belange in den Bereichen Handel und Dienstleistung abdecken.
Einige der Anbieter blieben bereits im Vorfeld auf der Strecke, da schlechte Referenzen oder die zu komplexe Bedienung und Anpassungsmöglichkeiten der Produkte abschreckten. Den besten Eindruck hinterließ eine deutsch/österreichische Anbieter-Kombination: abas-Handel, die ERP- Handelslösung der Karlsruher ABAS Software AG, hielten sie für das am besten geeignete System in Kombination mit den Branchenkenntnissen und dem IT-Know-how des österreichischen abas-Partners Nittmann und Pekoll (N&P).
Live in Rekordzeit
Im September 2001 unterschrieb Csernohorszky die Verträge, der Projektbeginn war für Oktober terminiert. Beide Seiten hatten sich ein - für ERP-Einführungen - ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis Januar 2002 sollte die Software einsatzfähig (live) sein. Installiert wurden von N&P alle Module wie Waren- und Materialwirtschaft, Lagerwesen, Disposition, Verkauf mit Auftragswesen, Einkauf mit Bestellwesen sowie Rechnungswesen. Einzig die Lohnbuchhaltung sollte weiterhin separat mit einer externen Lösung laufen.
Bis dahin waren viele Aufgaben zu erledigen: Die Altdaten mussten
beispielsweise neu strukturiert werden: Darauf haben wir viel Mühe
verwendet, damit unsere Daten lückenlos ins neue System fließen
konnten. Auch bei unseren Geschäftsabläufen mussten wir Hand anlegen,
erinnert sich Friedl und ergänzt: Grundlegende Änderungen wurden
beispielsweise im Lagerbereich umgesetzt, um das neue ERP-System
optimal zu nutzen.
Dazu ist es notwendig, dass die
abas-Business-Software mit aktuellen Informationen gespeist wird. Wir
spielen unter anderem regelmäßig die aktuellen Lieferantenpreise ein,
was unsere Kalkulation schneller und einfacher macht. Für den internen
Gebrauch werden wir Artikel zukünftig auch mit Bildern hinterlegen,
sagt Friedl.
Um die Effizienz zu steigern, kamen Geschäftsprozesse
und interne Abläufe auf den Prüfstand. Stark involviert war dabei
N&P, die beispielsweise einen Workflow austüftelten, der
automatisch aus eingehenden Aufträgen einen Bestellvorgang auslöst, der
in alle notwendigen Abteilungen reicht und Informationen abruft
beziehungsweise bereitstellt.
Heute arbeiten 50 Anwender mit dem neuen System. Die meisten sind sehr zufrieden mit der neuen Software, aber es gibt auch andere Stimmen. Man muss jedoch bedenken, dass die Anwender mit der alten Software sehr lange gearbeitet hatten und Neuerungen hat nicht jeder gerne, gibt der IT-Leiter zu bedenken.
Weiter optimieren
Die Zeitersparnis durch den Einsatz des neuen ERP-Systems ist für die
meisten Mitarbeiter hoch, denn Informationen wie Angebote, Rechnungen
oder Kundendaten stehen auf Knopfdruck bereit und müssen nicht mühselig
zusammengesucht werden. Auf der Kostenseite hat sich unser guter
Eindruck von N&P sowie ABAS bestätigt, mit den geplanten 50
Manntagen wurde der Kostenrahmen eingehalten. Dank der Flexibilität der
Software konnten wir viele Anpassungen selbst vornehmen und dadurch
Geld sparen, resümiert Friedl.
Firmenportrait Csernohorszky GmbH
Das Unternehmen wurde 1911 als Elektromaschinenbau und Motorenwicklerei
gegründet. Die Traditionen der Vergangenheit sind teilweise auch heute
noch lebendig: Die Firma ist berechtigt das Bundeswappen zu führen,
eine Auszeichnung, die der der früheren Hoflieferanten ähnelt.In guter Tradition leitet Thomas Csernohorszky bereits in dritter Generation seit 1967 die Geschicke der Firma. Heute zählt das Unternehmen zu den führenden Dienstleistern im Bereich elektrischer Anlagen. Zu seinen Geschäftsbereichen zählen Elektroprojekte, Elektroinstallationen, Schalt- und Steuerungsanlagen, Straßenbeleuchtungen, EDV- und Telefonnetzwerke, Störungsdienst sowie der Elektrogroßhandel. Der Mittelständler beschäftigt heute rund 310 Mitarbeiter und hat seinen Hauptsitz in einem modernen Firmengebäude am Rande Wiens.
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