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Zeit für Veränderungen: Maschinen- und Anlagenbauer setzt auf modernes ERP-System
Binder + Co AGDownload Anwenderbericht als pdf (609 KB)

Tradition und Innovation zu verbinden bedeutet keinen Widerspruch
für die Binder+Co Gruppe. Das 1894 als kleine Bau- und Kunstschlosserei
gegründete Unternehmen entwickelte sich in den 110 Jahren seines
Bestehens zu einem weltweit tätigen Maschinen- und Anlagenbauer. Am
Hauptsitz in Gleisdorf bei Graz entwickeln und fertigen die
Binder-Mitarbeiter Produkte, die wegweisend auf ihren Gebieten sind.
Dazu zählen der Unternehmensbereich Aufbereitungstechnik mit seinen
Maschinen für die mechanische und thermische Aufbereitung von
Schüttgütern wie beispielsweise Glas oder Keramik und in der Sparte
Umwelttechnik die Opto-elektronische Sortierung von transparenten und
nicht-transparenten Schüttgütern wie etwa Papier oder Folien. Der
dritte Geschäftsbereich (Verpackungstechnik) entwickelt und fertigt
Maschinen für die Verpackung und Palettierung von freifließenden
Schüttgütern. In die Rolle des Sondermaschinenbauers schlüpft der
Mittelständler regelmäßig, da er individuelle Lösungen für die
unterschiedlichsten Anforderungen seiner Kunden liefert.
Unser
Geld verdienen wir seit Jahren mit der Notwendigkeit, teure Rohstoffe
zu trennen und zu recyceln. Die Verteuerung von Rohstoffen und die
gestiegenen Umweltverordnungen im Recyclingbereich kommen unserem
Geschäft sehr entgegen, erklärt Diplom Ingenieur Bruno Egger. Der
Fertigungsleiter mit Prokura zählt wie viele andere zu den
langjährigen Binder-Mitarbeitern. Führend ist das Steirische
Unternehmen in der optischen Aufbereitung von Glas und Papier.
Intelligente Kamerasysteme erkennen Farben, Formen und Strukturen.
Als
weltweit erster Anbieter trennen die Anlagen in einem einzigen
Arbeitsgang Glasscherben nach ihrer Farbe und entfernen gleichzeitig
Fremdstoffe. Perfekt ergänzt wird das Binder-Portfolio durch
Verpackungsmaschinen, welche Schüttgüter flexibel in Säcke
unterschiedlichster Größen verpacken und auf Wunsch auch gleich
vollautomatisch palettieren.
Ein Leben lang
Um alle wichtigen Unternehmensressourcen im Blick zu haben, sind die
Gleisdorfer auf ein verlässliches, modernes und flexibles ERP-System
angewiesen. Hinzu kommt, dass durch die Langlebigkeit der Maschinen und
Anlagen alle Informationen von der Konstruktion bis zur Entsorgung
verfügbar sein müssen. Hierfür bilden die Daten aus einem ERP-System
die Basis für ein effizientes Life-Cycle-Management. Aus diesem Grund
stellte Binder+Co Anfang 2003 von einem veralteten
Produktionsplanungssystem (PPS) auf ein modernes ERP-System (Enterprise
Resource Planning) um.Wir hatten seit Ende der 80er Jahre ein PPS-System im Einsatz, dessen Source-Code von uns gekauft worden war, um die Software in eigener Regie anzupassen. Nach rund 20 Jahren war das System einfach veraltet, eine relativ starre ASCII-Oberfläche und die fehlende Office-Integration sind nur zwei Beispiele hierfür, erklärt IT-Leiter Michael Kummer. Zusätzlich zum PPS war eine Software für die Kostenrechnung und für die Buchhaltung im Einsatz. Auch auf der Hardware-Seite musste etwas geschehen, da für eine alte Rechnerserie von Hewlett Packard der Support in 2006 eingestellt werden sollte.
Auf Brautschau

Die Auswahl eines ERP-Systems und dessen Einführung im Unternehmen
sind vergleichbar mit der Partnerwahl fürs Leben Fehlentscheidungen
kommen teuer zu stehen. IT-Leiter Kummer und weitere Verantwortliche
schauten sich deshalb intensiv auf dem Markt der Anbieter um. Bereits
2001 haben wir mit der Suche begonnen, Fachliteratur gelesen, Messen
besucht, uns einen Überblick über den Markt verschafft und insgesamt 13
ERP-Systeme bei Anbietern angeschaut, erinnert er sich. Im Anschluss
daran folgten Termine mit ERP-Anbietern und Kurzpräsentationen im
kleinen Kreis zur Vorselektion. Wir wollten uns auf maximal vier
Anbieter beschränken, um deren Produkte intensiv zu prüfen, dies waren
ABAS, Proalpha, Bäurer und Psipenta.
Nach einer
Vorentscheidung blieben bis Anfang 2002 ABAS und Proalpha im Rennen,
die beide nach Vorgesprächen einen guten Eindruck hinterließen.
Proalpha hatte zudem den Vorteil, in Gleisdorf mit einem Standort
vertreten zu sein. Da die Funktionalitäten der Systeme vergleichbar
waren, legten wir bei unseren Treffen mit ERP-Vertriebsleuten großen
Wert auf die leichte Anpassbarkeit der Software und deren Flexibilität.
Zudem war uns wichtig, dass die ERP-Berater unser Geschäft verstehen,
betont Kummer. Zusätzlich wurde ein Team mit Key-Usern aus den
einzelnen Fachabteilungen gebildet, die sowohl die Anforderungen der
eigenen Bereiche kannten, als auch Erfahrungen mit dem alten PPS hatten.
Ein guter Ruf
Das Binder-Team hatte die Anbieter vorab grob gebrieft. Als Aufgabenstellung sollten diese einen Auftragsdurchlauf von A bis Z programmieren, der nahe an den Bedürfnissen des Maschinenbauers sein sollte. Wir versuchen zwar unsere Maschinen zu standardisieren, da die Anforderungen der Kunden jedoch sehr unterschiedlich sind, geht kaum eine ohne Sonderanpassungen raus. Wir legen deshalb hohen Wert auf die Flexibilität des ERP-Systems und die einfache Anpassbarkeit an Veränderungen im Auftragsdurchlauf, sagt Fertigungsleiter Egger. Hier konnten die ERP-Spezialisten des Wiener abas-Partners Nittmann & Pekoll mit der abas-Business-Software besonders punkten: Verblüfft hatten uns die Schnelligkeit mit der Anpassungen umgesetzt wurden. Zum Beispiel wurden besprochene Änderungen im Auftragsdurchlauf während der Kaffeepause realisiert, erinnert sich IT-Leiter Kummer. Die Präsentation fiel so überzeugend aus, dass sich die Projektverantwortlichen sowie alle 17 Key-User ausnahmslos für ABAS entschieden.Trotz dieses eindeutigen Votums wollte man sicher gehen, auch den richtigen Partner für einen langen Zeitraum an seiner Seite zu haben. Wir wollten es genau wissen und haben uns die Zeit genommen, um die Referenzliste von Nittmann & Pekoll abzutelefonieren. Die Aussagen aller Firmen waren durchweg positiv, betont Kummer. Besonders interessant waren für die Gleisdorfer die Aussagen eines Zulieferers in vergleichbarer Unternehmensgröße und struktur, der mit der abas-Business-Software und der Zusammenarbeit mit Nittmann & Pekoll sehr zufrieden war. Auch andere Kriterien wie die Mehrsprachigkeit der Software und das Arbeiten mit verschiedenen Währungen erfüllte das ERP-System. Die Lauffähigkeit der Software unter dem Betriebssystem Linux war ein weiterer Pluspunkt, da dieses wegen seiner Stabilität, Performance und geringen Wartungsaufwandes beliebt ist. Die Entscheidung für ABAS war bei Binder+Co eindeutig und die Verträge wurden noch im ersten Halbjahr 2002 unterzeichnet.
Start in Raten
Zum 1. Juni 2002 startete die Umstellung mit der Finanzbuchhaltung, da hier die wenigsten Schnittstellen zum alten System bestanden und das alte PPS parallel weiterlaufen konnte. Monatlich erfolgte eine Datenübergabe an die externe Fibu von der abas-Business-Software. Grundsätzlich ging es uns nicht um eine schnelle Umstellung auf das neue System, sondern um einen reibungslosen Umstieg ohne Auswirkungen auf unseren Geschäftsbetrieb, sagt IT-Leiter Kummer. In den folgenden neun Monaten wurde ausgiebig getestet und optimiert.Die Datenübernahme aus dem altem in das neue System funktionierte nicht nur reibungslos, sonders bot bereits Rationalisierungspotential: Der Datenbestand wurde bereinigt und die Artikelstammdaten reduziert. Da bislang mehrere Programme etwa für Einkauf, Ersatzteilverkauf und Zollabfertigung im Einsatz waren, wurden auch Artikelstammdaten mehrfach gepflegt und ausgetauscht. Dieser Mehraufwand entfiel mit der abas-Business-Software.
Während die beiden Systeme parallel liefen, konnte auch schon mit Praxisdaten in der abas-Business-Software gearbeitet werden und von den Wiener ERP-Spezialisten Anpassungen vorgenommen werden.
Der endgültige Umstieg wurde an einem Wochenende im April 2003 realisiert. Die ASCII-Daten wurden aus dem alten System importiert und Stammdaten angelegt. Bis zu diesem Zeitpunkt lief auch die komplexe Betriebsdatenerfassung (BDE) reibungslos, welche dem ERP wichtige Daten liefert. Bei Binder+Co werden hierzu von jedem Mitarbeiter unter anderem die Bearbeitungszeiten für Projekte per Barcode erfasst und zusammen mit der Personalnummer den Aufträgen zugeordnet.
Durchlaufzeiten verkürzt
Seit Mai 2003 läuft die abas-Business-Software bei Binder+Co stabil,
das Mammutprojekt konnte dank der guten Vorbereitung und ausgiebigen
Tests erfolgreich abgeschlossen werden. Erste Erfolge und
Einsparpotentiale konnten von Beginn an verbucht werden: Wir haben
beispielsweise für den Ersatzteilverkauf deutlich schnellere Seit Mai
2003 läuft die abas-Business-Software bei Binder+Co stabil, das
Mammutprojekt konnte dank der guten Vorbereitung und ausgiebigen Tests
erfolgreich abgeschlossen werden. Erste Erfolge und Einsparpotentiale
konnten von Beginn an verbucht werden: Wir haben beispielsweise für
den Ersatzteilverkauf deutlich schnellere Durchlaufzeiten, da alles
zentral über ein System läuft. Auch die vereinfacht Pflege und
Reduzierung der Stammdaten spart viel Zeit und schließt potentielle
Fehlerquellen aus, erklärt Kummer. Ein weiteres anschauliches Beispiel
hierfür ist auch die Abwicklung der ISO-Zertifizierung, die mit dem
alten System nicht möglich gewesen wäre. Wie durchdacht die Software
ist, zeigen die einfachen Anpassungsmöglichkeiten, welche mit der
Funktion Flexible Oberfläche (FO) umgesetzt werden. Positiv sieht man auch die Methodik, nach der die abas-Business-Software eingeführt wurde. Anhand eines Stufenmodells und definierter Projektabschnitte konnte der zeitliche Rahmen nahezu eingehalten werden und es war jederzeit der Projektstand überschaubar. Auch die Anwenderschulungen liefen im großen und ganzen gut, wobei man hier den Aufwand etwas unterschätzt hatte. Schulen kann man eigentlich nie genug, gibt der IT-Leiter zu bedenken. Immerhin hatten die Anwender rund 20 Jahre mit einem vertrauten System gearbeitet und mussten sich auf eine neue Software umstellen. Derzeit arbeiten 100 Anwender mit der abas-Business-Software.
Prozesse überdenken
Auch wenn das ERP-System zuverlässig läuft, sind Optimierungen nach
Ansicht von Michael Kummer unumgänglich: Wir haben relativ viel
nachoptimiert, das wird auch so die nächsten Jahre bleiben. Seine
Prozesse sollte man ständig überdenken und optimieren. Dabei greifen
wir gerne auf die Dienste und das Know-how von Nittmann & Pekoll
zurück. Das Budget hierzu hat man in Gleisdorf in weiser Voraussicht
bereits eingeplant, da man vom Return on Investment überzeugt ist.
Ein
kritischer Punkt, der bei ERP-Systemen immer wieder zutage tritt wurde
bereits problemlos umschifft: Ein Update der Software lief trotz
individueller Anpassungen des Systems - absolut problemlos. Diese
positive Erfahrung machten auch andere abas-Kunden, weiß Kummer zu
berichten, der regelmäßig die abas-Anwendertreffen in Karlsruhe
besucht. ABAS betreibt eine sehr offene Kommunikation mit seinen
Kunden, was uns gut gefällt.
oder mit uns in Kontakt treten.
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